„Stolpersteine“ geben Anstoß für ein Sachsen frei von rechter Hetze/ ehrendes Gedenken an Opfer des NS-Regimes
Am Montag und Dienstag findet in Dresden erneut eine Verlegung von Stolpersteinen zu Ehren von Opfern des NS-Regimes statt. Dazu erklärt Sarah Buddeberg, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:
„Nicht nur Freital und Heidenau sind Beispiele der traurigen Politik der sächsischen Staatsregierung im Umgang mit rechtspopulistischen Menschen und rechter Hetze. Bereits mit der Verdrängung des Problems unter Kurt Biedenkopf konnte sich rechtes Gedankengut wieder ungehindert im Freistaat ausbreiten.
Damit die Menschen in Sachsen an die entsetzlichen Taten des Nationalsozialismus erinnert werden und nicht die Augen vor einem erneut starken Aufkommen rechten Gedankenguts verschließen, habe ich, zusammen mit Anja Klotzbücher (MdL) und Annekatrin Klepsch (MdL), die Patenschaft für die Stolpersteine von Alexandrine, Hans-Werner und Otto Kastner übernommen. Einer Familie, deren Schicksal heute immer noch teilweise ungewiss ist.
So bemerkenswert die von Vereinen wie „Stolpersteine für Dresden e.V.“ geleistete antifaschistische Arbeit in Sachsen ist, genauso wichtig ist auch das antifaschistische Engagement der Zivilgesellschaft. Mit diesen Stolpersteinen versuchen wir, die Öffentlichkeit zu motivieren, für ein Sachsen frei von nationalsozialistischem Denken zu streiten.“
Die Verlegung des Stolpersteins für Kurt Schlosser findet am 28. September um 15:05 Uhr auf der Leipziger Straße 72 statt. Die Stolpersteine der Familie Kastner werden auf der Güntzstr. 3 (Eingang der Wohngebäude Marschnerstr. 15–27) um 16:30 Uhr am selben Tag verlegt.
Zudem findet um 19 Uhr die Öffentliche Feierstunde anlässlich der Verlegungen in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (Zellescher Weg 18) statt, wo auch ein Auftritt des Kurt Schlosser Chores stattfinden soll.